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Jugend rettet gemeinsam

THW-Jugend und Jugendrotkreuz Andernach üben für den Ernstfall

ANDERNACH. Die Jugendgruppen des THW und des JRK in Andernach führten gemeinsam eine Übung durch, an der insgesamt 33 Kinder und Jugendliche sowie 8 Betreuer beteiligt waren. Bei den umfangreichen Vorbereitungen war bereits ein Kennenlernen der Beteiligten möglich. Am Freitagnachmittag trafen die Junghelfer und Betreuer auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks in der Werftstraße in Andernach ein. Zu Beginn erfolgte eine Einführung in die Übung, im Anschluss gab es Spiel und Spaß. Nach dem Abendessen konnten sich die Jugendlichen noch einmal von der Woche erholen. Der erste Alarm ließ dann nicht lange auf sich warten. Spät am Abend mussten die Jugendlichen wieder topfit sein.

Am Freitag um 20:15 galt es nun, verletzte Personen, dargestellt durch Übungspuppen und realistisch geschminkte Mimen, zu finden. Diese befanden sich in einem, durch ein Erdbeben, teileingestürztem Gebäude in Weißenthurm. Es musste eine Unfallhilfsstelle im Gebäude errichtet werden, da das Gelände außen nicht komplett zugänglich war. Um die Verletzten, welche sich hinter dem Gebäude befanden, zu retten, wurde ein Anschlagrahmen aus Gerüstteilen im Inneren des zweiten Obergeschoss aufgebaut, um so die verletzten Personen zur Unfallhilfsstelle im ersten Obergeschoss zu transportieren. Mittels dieses Anschlagrahmens konnte eine Auf- und Abseilvorrichtung befestigt werden. Das so entstandene Flaschenzugprinzip ermöglichte, durch Einsatz von Muskelkraft, das Ziehen der Verletzten im Schleifkorb ins erste Obergeschoss.

Damit ein Transport ins Krankenhaus ermöglicht werden konnte, hat die THW-Jugend ein Greifzugportal im zweiten Obergeschoss installiert. Durch dieses Portal konnte mit dem Mehrzweckzug eine Seilbahn errichtet werden. Als Anschlagpunkt wurde der Gerätewagen des DRK in Position gefahren. So konnten auch hier die Patienten mit dem Schleifkorb nach unten transportiert werden. Aufgabe des JRK war nun, sich um die Verletzten zu kümmern und diese entsprechend der Verletzungen zu behandeln. So mussten die Jugendlichen beispielsweise eine bewusstlose Person mit Kopfverletzung und eine Person mit offener Fraktur am Unterschenkel versorgen. Nach dieser Übung waren alle froh, wieder in ihre Betten zu kommen.

Bei einem gemeinsamen Frühstück konnten die Junghelfer sich für den nächsten Einsatz stärken. Der zweite Alarm, am Samstag, wurde aufgrund der herrschenden Witterungsverhältnisse nicht ausgelöst. Dennoch wurde seitens der Übungsleitung ein „Plan B“ gemeinsam entworfen. Die Jugendlichen mussten sich durch verschiedene Stationen kämpfen. So gab es ein kurzes Funkrätsel, ein Kistenrennen, gemeinsames Überwinden verschiedener Hindernisse, retten von Personen aus kniffligen Lagen und viele Fallbeispiele, welche verschiedene medizinische Situationen darstellten.

Die Jugendlichen waren mit Feuereifer bei der Sache und so wurden auch diese Szenarien gemeinsam erfolgreich abgearbeitet. Anschließend musste das verwendete Material in der Unterkunft wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Zu guter Letzt gab es ein  gemeinsames Grillen, bei dem die gesammelten Eindrücke der Übungen besprochen wurden. Die jungen Helfer beider Organisationen konnten nach diesem Abschluss zufrieden den Heimweg antreten.

30. September 2016 20:15 Uhr. Alter: 2 Jahre